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Frauen & Göttinnen
(Eventuell allgemeiner Text zur Bedeutung von Göttinnen in Kontext der Geschichte und Bedeutung der Frauenthemen für Gerlinde + Ein paar Worte zu konkreten Göttinnen ? -> Dies kann aber hauptsächlich auch in den einzelnen Bildbeschreibungen abgehandelt werden.)
Die Mosuo sind ein Volk das in den chinesischen Ausläufern des Himalaja rund um den Lugu-See lebt. Soweit sie selbst zurückdenken können, sind sie mütterzentriert organisiert. Sie sprechen eine eigene Sprache. Da diese nicht über eine Schrift verfügt, wurden sie lange nicht vom chinesischen Staat als eigenständige Minderheit anerkannt und gelten so als eine Unter-Ethnie der Naxi. Sie praktizieren sowohl ihre ursprüngliche Naturreligion (dafür sind Dabapriester zuständig, für deren Rituale es eine Art Bilderschrift gibt), als auch tibetischen Buddhismus . Seit der diesbezüglichen Lockerung in China, schicken viele Familien wieder einen Sohn zur Ausbildung. Das ganze Volk besteht noch aus ca. 30 – 40.000 Menschen, die (staatlich gewollt) seit dem verstärkten Straßenbau zunehmend von chinesischen Touristen mit wenig Achtsamkeit für ihre Kultur, überflutet werden. Die Familienclans leben in einem Haus zusammen. Alle Haushaltsmitglieder tragen seit Generationen den gleichen Familiennamen der Urahnin, der auch als Name des Hauses gilt. Der Besitz (Felder, Gebäude und heutztage auch Einkommen aus Wanderarbeit) ist unteilbar, er ernährt den Clan. So ein Haushalt besteht üblicherweise aus der amtierenden Ältesten, Ihren Brüdern, Schwestern, und Kindern, sowie allen Nachkommen der Schwestern, Töchter und Enkelinnen. Die Nachkommen der männlichen Familienmitglieder leben und arbeiten im jeweiligen Clan ihrer Mutter. Für die Kinder sind alle Erwachsenen und Geschwister im Clan zuständig. Neben den Frauen der Müttergeneration sind die Mütterbrüder die wichtigsten Bezugspersonen der Kinder. Die ganze Gesellschaft basiert auf Ausgleich und Nachbarschaftshilfe. Bis vor kurzem wurde überhaupt kein Geld verwendet und das Angebot von Geld für eine Hilfsleistung unter Bekannten galt als Beleidigung.